Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Medien
Faculty of Media

Übersicht

​​​​Die aktuellen großen gesellschaftlichen Herausforderungen und Trends besitzen bei aller Unterschiedlichkeit
ein wichtiges verbindendes Element, das auch im Vordergrund der Arbeit des FB Medien steht:
den Menschen und seine unmittelbare Lebenswelt durch Technik und digitale Medien unterstützen.

Insbesondere durch die fortschreitende Digitalisierung dringen Technologien immer stärker in unser alltägliches Leben ein und fungieren als Kommunikationsschnittstelle in die Gesellschaft:
Das Tablet oder Smartphone bietet uns morgens eine Auswahl der wichtigsten Nachrichten, das Auto wird zur Kommunikationszentrale auf dem Weg zur Arbeit, die „SmartWatch“ kontrolliert unsere Biofunktionen​und weist uns auf gesunden Lebenswandel hin und sprachgesteuerte Geräte können berührungslos vom Sofa oder Fahrersitz gesteuert werden. 

War der Zugang zu digitalen Technologien vor 20 Jahren nur speziell ausgebildeten Zielgruppen in besonderen Nutzungssituationen möglich, benötigen heute fast alle Bevölkerungsgruppen den einfachen Zugriff auf digitale Technologien fortwährend und in jedem Lebensraum. Mit der Allgegenwärtigkeit der Kommunikationsmittel und dem kontinuierlichen Zugriff auf Technologien haben sich auch die Lebensräume der Nutzer grundlegend verändert. Im Arbeitsleben werden nach den klassischen Bürotätigkeiten nach und nach auch Produktions-umgebungen durch die Digitalisierung sowohl der Prozesse als auch der Maschinen beeinflusst (Industrie 4.0). 

Bisherige Klassifizierungen unterscheiden den privaten häuslichen Bereich von der Arbeits- und Lernwelt
und dem öffentlichen Raum als zentrale Elemente der Interaktion zwischen Mensch und Maschine.
Durch die Megatrends Mobilität und Digitalisierung verwischen in vielen Bereichen die Grenzen
etablierter Lebensräume und statt einer klaren Trennung sind deutliche Überlappungen möglich,
z. B. nomadisches Arbeiten im öffentlichen Raum, Kinderbetreuung im Job oder das Pflegen sozialer
Kontakte von zu Hause aus. Die erwähnten Lebensräume verändern sich besonders durch den Megatrend
Digitalisierung, so dass man - orthogonal zu den etablierten Lebensräumen - von einem vierten
digitalen Raum sprechen kann, der alle Bereiche miteinander verbindet.

Digitale Innovationen basieren auf klarer Nutzerorientierung mit hoher Empathiefähigkeit der handelnden
Akteure bzgl. der Anforderungen aller beteiligten Nutzergruppen und Entwicklung neuartiger
Lösungsansätze, die über alle Lebensräume hinweg wirken. Die notwendigen Kompetenzen
liegen u.a. in der Beherrschung der aktuellen Werkzeuge und Methoden sowie deren theoretischen
Grundlagen. Diese Herausforderungen erfolgreich zu integrieren kann nur in interdisziplinären Teams
von Technikern, Gestaltern und Pädagogen unter Berücksichtigung sozialer, wirtschaftlicher, rechtlicher
und ethischer Aspekte und unter Beteiligung so befähigter Digitalisierungsexperten gelingen.

Diese Experten auszubilden und mit den gesellschaftlichen Akteuren an innovativen Lösungen zu arbeiten,
ist erklärtes Ziel des Fachbereichs Medien. Gleichzeitig geht es darum, die Studierenden auf
ein Berufsleben vorzubereiten, das in verstärktem Maße Wissensarbeit fokussiert. Diese übergeordneten
Zielsetzungen finden ihre spezifischen Ausprägungen in unseren sechs profilgebenden digitalen Schwerpunkten des ​Fachbereichs.​