Das Labor für Mixed Reality und Visualisierung (MIREVI) der Hochschule Düsseldorf (HSD) hat die neue Tanzproduktion „ONES UPON ZEROS“ der Fabien Prioville Dance Company technisch begleitet und damit erneut seine Expertise an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Forschung eingebracht. Das Stück feiert am 3. Juli 2026 seine Uraufführung im tanzhaus nrw in Düsseldorf.
Im Zentrum der Zusammenarbeit stand die Entwicklung einer technischen Infrastruktur, die physische und virtuelle Räume in Echtzeit miteinander verbindet. Sensoren, algorithmische Systeme sowie Elemente aus Virtual und Augmented Reality ermöglichen es, dass Bewegungen der Tänzer digitale Prozesse beeinflussen und umgekehrt. Dadurch entstehen auf der Bühne dynamische Wechselwirkungen zwischen Körper, Raum und Technologie.
Die Kooperation zwischen MIREVI und dem Choreografen Fabien Prioville besteht bereits seit mehr als zehn Jahren. Gemeinsam erforschen die Partner kontinuierlich neue Formen der Interaktion zwischen Menschen und digitalen Systemen. Die aktuelle Produktion knüpft an zahlreiche gemeinsame Projekte an und erweitert die Möglichkeiten digital unterstützter Performanceformate um neue technische und künstlerische Ansätze.
„ONES UPON ZEROS“ beschäftigt sich mit Fragen nach Wahrnehmung, Realität und Identität in einer zunehmend digital geprägten Welt. Die technische Umsetzung durch MIREVI schafft dabei die Grundlage für ein Bühnenerlebnis, in dem reale und virtuelle Ebenen miteinander verschmelzen und sich gegenseitig beeinflussen.
„Seit vielen Jahren entwickeln wir gemeinsam mit Fabien Prioville neue Formen des Zusammenspiels von Körper und Technologie. Die Zusammenarbeit bietet uns die Möglichkeit, Forschungsergebnisse aus dem Bereich Mixed Reality in einem künstlerischen Kontext zu erproben und weiterzuentwickeln“, sagt Prof. Dr. Christian Geiger, Leiter von MIREVI an der Hochschule Düsseldorf.
Ivana Druzetic-Vogel, Projektleiterin im MIREVI, betont: „Wir sind jedes Mal hoch gespannt auf Fabiens ungewöhnlich kreativen Ideen und seinen sensiblen Umgang mit Mensch und Technik. Bei „ONES UPON ZEROS“ freut uns sehr, eine weitere neue Dimension auf die Bühne zu bringen und die unvorhersehbaren Momente zwischen Bewegung und Technologie als Möglichkeit für neue erzählerische Räume zu begreifen.“
Mit Projekten wie „ONES UPON ZEROS“ zeigt die Hochschule Düsseldorf, wie Forschung und Entwicklung im Bereich immersiver Technologien über wissenschaftliche Anwendungen hinaus auch neue Impulse für Kunst und Kultur setzen können.