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Medien / Superhuman Sports Design Challenge, Wettbewerb, Preis, VR, Virtual Reality, Prof. Dr. rer. nat. Christian Geiger, Nachbericht, Internationales
10.07.2018

HSD bei Superhuman Sports Design Challenge in den Niederlanden erfolgreich

Die Digitalisierung verändert auch den Bereich des Sports – Videobeweis, Helmkameras und eSport sind nur erste Beispiele, wie Informations- und Kommunikationstechnologie auch den Sport verändern werden. Asiatische und europäische Forscher entwickeln seit mehreren Jahren konkrete Ideen wie digitale Technologien für ganz neue Sportarten und Sporterlebnisse eingesetzt werden können. Das Forschungsfeld „Augmented Human“ will durch Sensoren, Robotik und Virtual Reality Technologie die Fähigkeiten der Teilnehmer erweitern und ganz neue Erlebnisse bei Sportlern und Zuschauern ermöglichen. Ziel der japanischen „Superhuman Sports Society“ http://superhuman-sports.org/ ist es, konkrete Ideen für neue Sportarten zu entwickeln. Als Nebeneffekt sind die Projektergebnisse natürlich auch in anderen Bereichen nutzbar, z. B. der im Bereich Digitale Gesundheit, der Ausbildung und in der Unterhaltung.

Bei einem ersten Ideenwettbewerb wurden 9 internationale Teams an die TU Delft in den Niederlanden eingeladen um ihre Arbeiten zu präsentieren und sich einem Wettbewerb zu stellen. Mit dabei war das Projekt „Venga! Klettern in VR“ der Hochschule Düsseldorf. Das Team von Mitarbeitern und Studenten aus dem Fachbereich Medien hat im letzten Jahr einen Kletterturm gebaut, den man mit VR-Brille erklettert. Statt in 3 Meter Höhe bewegt man sich in der digitalen Welt in mehreren hundert Metern auf einer Kletterroute und muss von einem Drohnenpiloten begleitet, verschiedene Aufgaben erfüllen. Aktuelle VR-Systeme erlauben nur die Interaktion mit Controllern, die man fest in der Hand halten muss. Beim Klettern ist dies natürlich nicht möglich und so hat das Team von Prof. Christian Geiger auch einen eigenen Handschuh entwickelt, mit dem Greifbewegungen an der Kletterwand exakt erkannt und in der virtuellen Welt angezeigt werden. Über eine Windmaschine und immersiven 3D-Sound werden auch die nicht-visuellen Sinne angesprochen.

Im Wettbewerb konnte das Spiel „Muscle Blazer“ den dritten Platz erringen. Das Projekt der Universität Hiroshima ist eine Laser-Tag Variante, bei der pneumatische Gelmuskeln eingesetzt werden um den Arm des Nutzers nach einem Treffer künstlich zu versteifen. Das Bewegungsspiel „League of Lasers“ der TU Delft kombiniert Ideen von Fußball und dem Computerspiel Pong bei dem die Spieler virtuelle Spiegel einsetzen um einen Laserimpuls auf das gegnerische Ziel zu lenken. Das niederländische Team errang den zweiten Platz in der Design Challenge. Das Team der HS Düsseldorf mit Marcel Tiator, Laurin Gerhardt, Ben Fischer, David Nowottnik, Hendrik Preu, Bastian Dewitz und Mitja Säger gewannen den ersten Preis.

Das Symposium war der Auftakt eines jährlichen Wettbewerbs mit dem Ziel 2020 während der Olympischen Sommerspiele eine parallele Veranstaltung zu Superhuman Sports in Tokyo zu organisieren. Gerne würde das HSD-Team auch dort weitere Ideen zu neuen Sportarten präsentieren und erlebbar machen und arbeitet beretis an Projekten für den nächsten Wettberwerb 2019, der wahrscheinlich in Japan stattfinden wird.

Ein umfangreicher Bericht der TU Delft über den Wettbewerb mit Interviews der Organisatoren Stephan Lukosch und Masahiko Inami findet man unter https://www.delta.tudelft.nl/article/sports-make-you-feel-superhuman
 

Die offizielle Publikation zu den Projekten: https://dl.acm.org/citation.cfm?id=3210299​.

HSD Team gewinnt SuperHuman Sports Design Challenge an der TU Delft
TU Delft
HSD Team gewinnt Super Human Sports Design Challenge an der TU Delft
Das Projekt Venga! erlaubt Klettern in Virtual Reality
TU Delft
Das Set vom Spiel Venga!
Das Projekt Venga! erlaubt Klettern in Virtual Reality
TU Delft
Das Projekt Venga! erlaubt Klettern in Virtual Reality