Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Medien
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Medien / ICT4AgeingWell, Forschung
04.06.2015

Forschungsschwerpunkt NutzerWelten mit Demenzprojekt erfolgreich auf internationaler Konferenz mit Frau Dr. Alina Huldtgren des FB Medien

Vom 20.-22. Mai tagte in Lissabon in Portugal die internationale Forschungsgemeinschaft zum Thema „IT für gutes Altern und E-Health“ auf der ICT4AgeingWell Konferenz.
Der 2014 an der Hochschule Düsseldorf etablierte Forschungsschwerpunkt „NutzerWelten – Nutzerorientierung bei der Entwicklung technikgestützter Lebenswelten für Menschen mit Demenz“ war dort mit Dr. Alina Huldtgren des Fachbereichs Medien vertreten, um die neuesten Ergebnisse aus der Studie „Kommunikation“ (siehe http://nutzerwelten.de/de/studien/studie-kommunikation/) zu präsentieren. Dabei handelte es sich um ein Projekt zum Thema „interaktive Erinnerungsspeicher“, welches in Kooperation mit der Diakonie Oberkassel durchgeführt wurde.
Zusammen mit Menschen mit leichter Demenz wurde die Idee zu einer interaktiven Landkarte erarbeitet, die wichtige Lebensstationen des Betroffenen in einen zeitlichen und räumlichen Rahmen setzt und persönliche Erlebnisse als erzählte Geschichten festhält. So kann der Betroffene auch bei zunehmendem Gedächtnisverlusts durch das Einstellen einer Jahreszahl die Orte, die zu dieser Zeit besucht wurden, auf der Landkarte angezeigt bekommen und die erlebten Geschichten noch einmal anhören.
Exemplarisch wurde für eine 95-jährige Bewohnerin des Dorothee-Sölle Hauses von den Studierenden Holger Wurbs, Danyel Kemali und Lukas Sauer in einem interdisziplinären Kurses der Fachbereiche Design und Medien unter der Leitung von Alina Huldtgren und Anja Vormann so eine Karte umgesetzt. In Gesprächen mit Pflegern des Hauses wurde das Konzept für die Erhaltung von Erinnerungen und gerade auch für die Anregung von Kommunikation zwischen Demenzkranken und Pflegern in der Biografiearbeit sowie zwischen Demenzkranken, z.B. im Rahmen von Betreuungsgruppen, als wertvoll bewertet und so erweitert, dass die Karte in einer digitalen Version auch mehrere Erzähler erfassen kann. So kann zum Beispiel leicht festgestellt werden, welche Personen die gleichen Orte besucht haben, was als Ausgangspunkt für einen Erfahrungsaustausch dienen kann.
Der wissenschaftliche Artikel mit dem Namen „Reminiscence Map: Insights to Design for People with Dementia from a tangible Prototype“, der von Alina Huldtgren mit den Ko-Autoren Prof. Anja Vormann (FB Design) und Prof. Chris Geiger (FB Medien) auf der Konferenz eingereicht wurde, erhielt aufgrund des innovativen Ansatzes für neuartige Technik für Menschen mit Demenz, der wissenschaftlichen Ausarbeitung und der gelungen Präsentation die Auszeichnung “Bester Beitrag zur Konferenz“.   ​